Nicht alle Stellen werden ausgeschrieben. Wer nur auf Stelleninserate wartet, sieht nur einen Teil des Markts.
Im Bewerbungsprozess unterscheidet man zwischen dem offenen und dem verdeckten Arbeitsmarkt. Der offene Markt umfasst alle öffentlich ausgeschriebenen Stellen – auf Jobplattformen, Firmenwebsites oder in Medien. Der verdeckte Markt besteht aus Positionen, die nicht publiziert werden: Sie werden über persönliche Netzwerke, Empfehlungen, Headhunter oder Initiativbewerbungen vergeben. Besonders bei Fach- und Führungspositionen ist dieser Weg verbreitet – Schätzungen zufolge entstehen bis zu zwei Drittel solcher Besetzungen ohne Ausschreibung.
Die Digitalisierung hat den offenen Markt verändert: Mehr Stellen sind online auffindbar – aber für Stellensuchende wird es schwieriger, den Überblick zu behalten, und für Unternehmen aufwendiger, geeignete Bewerbungen zu sichten. Gleichzeitig gewinnt der verdeckte Arbeitsmarkt durch Active Sourcing an Bedeutung: Recruiter suchen gezielt über Plattformen wie LinkedIn nach passenden Fachkräften.
Wer im verdeckten Markt sichtbar sein will, braucht ein gepflegtes, aussagekräftiges LinkedIn-Profil – und Eigeninitiative. Denn der verdeckte Arbeitsmarkt ist anspruchsvoller. Aber er bietet oft die besseren Chancen.
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