Schwächen sind keine schlecht entwickelten Eigenschaften. Sie sind übertriebene Stärken.
Wer sehr genau arbeitet, neigt zur Detailverliebtheit. Wer besonders harmoniebedacht ist, wirkt unter Stress konfliktscheu. Die Schattenseite zeigt sich dort, wo eine Stärke zu weit geht. Daneben gibt es Herausforderungen – etwa fehlendes Selbstmarketing – die sich entwickeln lassen, auch wenn sie nie zur grossen Stärke werden. Ziel ist nicht Perfektion, sondern sich nicht selbst im Weg zu stehen.
Die Frage nach den Schwächen im Bewerbungsgespräch löst oft Unbehagen aus. Viele antworten ausweichend oder nennen irrelevante Beispiele. Dabei ist die Frage eine Chance: Recruiter wollen keine Perfektion – sie wollen wissen, ob jemand seine Schwächen kennt und konstruktiv damit umgeht.
Am überzeugendsten sind konkrete Situationen, in denen eine Schwäche sichtbar wurde – und bewältigt wurde. Wer das glaubwürdig vermitteln kann, punktet nicht trotz, sondern gerade wegen seiner Schwächen.
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