Arbeitszeugnis

Das Arbeitszeugnis verliert an Gewicht – aber wer es unterschätzt, verschenkt Potenzial.

Das qualifizierte Arbeitszeugnis ist eine Besonderheit des deutschsprachigen Raums – in der Schweiz gesetzlich verankert. Es enthält Aussagen zu Leistung und Sozialverhalten und gehört zur Standardausrüstung jeder Bewerbung. Seine Aussagekraft ist begrenzt, besonders bei durchweg neutral formulierten Zeugnissen. Doch aussergewöhnlich gute oder auffallend schwache Zeugnisse können in der Vorauswahl den Ausschlag geben. International sind sie kaum verbreitet – und selbst in der Schweiz gewinnen persönliche Empfehlungen und Online-Profile zunehmend an Gewicht.

Trotzdem sind viele Arbeitnehmende beim Thema Zeugnis erstaunlich passiv. Dabei lohnt sich Engagement: Bei Vorgesetztenwechseln oder internen Wechseln empfiehlt sich ein Zwischenzeugnis. Wer sein Zeugnis selbst verfassen darf oder eine Tätigkeitsliste beisteuern soll, sollte diese Gelegenheit nutzen. Verbesserungsvorschläge am besten schriftlich und fertig formuliert einreichen.

Wer nichts vorbereitet, erhält meist Standardfloskeln. Und verschenkt Potenzial.

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